Sonntag, 5. Januar 2014

Das Böse vergisst nie (01) - Kjetil Johnsen

Originaltitel: Et hull i sjelen
Verlag: Coppenrath
Seiten: 269
Preis: 16.90 SFR ; 9.95€
Erscheinungsjahr: 2013
Dark Village:
1. Das Böse vergisst nie
2. Dreht euch nicht um
3. Niemand ist ohne Schuld
4. Zu Erde sollst du werden
5. Zurück von den Toten
6. Morderen som grat



Inhaltsangabe: 

Ein Ort, in dem das Böse lauert. Vier Freundinnen, so verschieden und doch unzertrennlich.
Bis eine von ihnen tot aufgefunden wird.
Nackt im See treibend.
In Plastikfolie eingewickelt.
Ermordet von jemanden, den sie kannte.


Aufbau und Buchgestaltung:
Mit 269 Seiten ist es ein kurzes Buch und dadurch, dass es eine grosse Schrift hat und viele Abschnitte hat, ist es schnell gelesen.
Das Buch hat mehrere Teile, die jeweils mit den Anzahl Tagen vor dem Mord eingeführt werden. Dazu gibt es immer ein paar passende Zeilen aus einem Lied, was ich eine sehr gelungene Idee finde.
Die Kapitel werden immer von anderen Personen erzählt, so hat der Leser verschiedene Sichtweisen. An und für sich keine schlechte Idee, aber es gab ein oder zwei Mal die genau gleiche Szene, einfach von einer anderen Person erzählt. Ich habe diese Seite(n) nur kurz überflogen - der Dialog blieb ja gleich, man erfährt nur, warum er/sie so nervös ist.
Zwischendurch gibt es kurze Kapitel (meist nur eine Seite), aus der einer der vier Freundinnen Tagebuch schreibt, der Leser erfährt aber nicht, wer es ist.
Ein ganz grosser Pluspunkt (und warum dieses Buch überhaupt meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat) ist das Cover und die ganze Aufmachung. Die Seiten sind auf der Seite schwarz, alles sieht so düster aus. Ein richtiger Hingucker!

Meine Meinung:
Die vier Freundinnen Nora, Benedicte, Trine und Vilde gehen in die 10te Klasse und sind unzertrennlich, obwohl sie alle sehr unterschiedlich sind. Nora ist die Ruhige und ist etwas schüchtern, Benedicte ist das Barbie, Trine die Sportliche und Vilde… ist die Wilde ;-D

Man merkt, dass es nur ein Auftakt in die Reihe ist. Der Mord ist Nebensache - er kommt nur im Prolog vor, wird mit den Anzahl Tagen bis zum Mord angedeutet und mitten im Buch gibt es eine verwirrende Szene, wo die Ermittlungen beginnen (ein Gespräch wischen dem Polizeimeister und dem Doktor), sonst erfährt man nichts.
Es werden Intrigen gesät und Probleme und Konflikte geschaffen, die ihre Folge haben werden. Viele Charaktere werden eingeführt - was zu meinem ersten Kritikpunkt führt: Zum Teil fand ich es gezwungen und unrealistisch. Als Leser merkt man, dass diese Charaktere in den späteren Büchern sicher eine wichtige Rolle spielen werden und deshalb vorgestellt werden "müssen". Zum Teil erhält man etwas mehr Informationen als nur den Namen, aber trotzdem nur in abgekürzter Form - was die Neugierde schürt und Lust auf mehr gibt!
Es wird sehr viel über Liebe, Lust und Sex gesprochen und gedacht. Dies stört aber nicht, sie sind alle in der Phase, wo man sein Sexualleben erkundet. Zwei der vier Freundinnen merken, dass da etwas mehr zwischen ihnen ist als nur Freundschaft.
Was dem Autor aber zu 100% gelungen ist, ist diese Heimlichtuerei über den Mörder, das Opfer und die Person, die Tagebuch schreibt. Der Leser kann seine eigene Theorien aufstellen und muss sie dann immer wieder überdenken, da man einen winzigen Hinweis bekommen hat oder etwas in der Überlegung nicht berücksichtig hat. Das erhöht die Spannung extrem!

Fazit:
Es ist ein Auftakt, der mehr oder weniger überzeugt hat. Die Idee ist gut, an der Umsetzung hapert's noch einwenig. Ich werde mir die Fortsetzung auf jeden Fall holen - diese böse Cliffhanger!

"Die erfolgreiche Krimi-Soap aus Skandinavien über Liebe, Intrigen und Mord" steht auf dem Buchrücken. Liebe ja, Intrigen ja, Mord… kommt in den Folgebändern hoffentlich mehr vor!


Schreibstil: ♥♥♥
Charaktere: ♥♥♥
Inhalt: ♥♥♥♥
Gestaltung: ♥♥♥♥♥
Coup de Coeur: ♥♥♥

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